< „Technisch und organisatorisch bestens aufgestellt!“
18.04.2023 09:00 Alter: 361 days

Bunte Farben statt grauem Beton


STE-Pumpstation im „Grünen Winkel“ wurde von Graffiti-Künstler gestaltet

Sie dient dem Gewässerschutz an der Lauter und ist nun auch optisch ein echter Hingucker geworden: Die neue Pumpstation der Stadtentwässerung am ebenfalls neuen Regenüberlaufbecken in der Parkanlage „Grüner Winkel“. Sie wurde in den vergangenen Tagen vom Lautrer Graffiti-Künstler Daniel Ferino auf drei Seiten mit einem spektakulären Street-Art-Kunstwerk verziert.

Den Hauptteil des in den Farben Blau und Grün gehaltenen Kunstwerks nimmt das Lautrer Stadtwappen ein, aus dem der Fisch dem Betrachter quasi entgegen springt. Auf der Eingangsseite der Station sind in das Bild Name, Hausnummer und das Logo der Stadtentwässerung integriert. Wie STE-Vorstand Jörg Zimmermann erklärt, habe man mit dem Graffiti Neuland betreten. „Wir haben so etwas an unseren Bauwerken noch nie umgesetzt. Uns war aber wichtig, dass gerade dieses Gebäude nicht einfach in einem nackten Grau verbleibt. Wer mit dem Fahrrad über den Lauterradweg nach Kaiserslautern fährt, für den ist der ‚Grüne Winkel‘ das Tor zur Stadt und unsere Pumpstation eines der ersten Gebäude, das man sieht.“ Grundidee sei folglich nicht nur gewesen, dem Passanten zu erklären, was er da vor sich hat, sondern auch, die Pumpstation optisch bestmöglich in die Umgebung zu integrieren. So sei die Idee für die Bemalung entstanden, die dann gemeinsam mit Daniel Ferino nach und nach zu einem fertigen Motiv entwickelt wurde. Nachdem die Pumpstation vorher wie ein vom Himmel gefallener Klotz in Mitten der Parkanlage „Grüner Winkel“ wirkte, wird sie sich mit den drei vorwiegend mit Naturmotiven gestalteten Fassaden sowie der Begrünung von Dach und vierter Bauwerksseite harmonisch in das Landschaftsbild einfügen. „Wir geben damit auch etwas an die Anwohner und Nutzer des Parks zurück, die uns während der Bauzeit immer positiv begleitet haben“ ergänzte Projektleiterin Anne Theobald.

Die Arbeiten am neuen Regenüberlaufbecken mit Pumpstation sind damit endgültig abgeschlossen. Die Anlage wurde nach Baubeginn im Jahr 2020 bereits Ende 2021 in Betrieb genommen, in den vergangenen Monaten wurden jedoch noch letzte Pflanzarbeiten ausgeführt, die zum Ausgleich der zum Bau notwendigen Rodungen dienten. Der neue Fassadenschmuck ist nun quasi das i-Tüpfelchen an der neuen Pumpstation – dem einzigen überhaupt oberirdisch sichtbaren Teil der Anlage. Das eigentliche Becken ist unterirdisch angelegt und reicht bis in 9 m Tiefe. Bei der Standortwahl wurde die vorhandene Vegetation berücksichtigt und die maßgeschneiderte Anlage so in die Umgebung eingefügt, so dass erforderliche Rodungsarbeiten auf ein notwendiges Minimum begrenzt werden konnten.

„Das Bauwerk dient der Entlastung der Kläranlage bei Regenwetter und ersetzt die alte Anlage aus dem Jahr 1960, die nicht mehr den Regeln der heutigen Technik entsprach“, erläutert Theobald. Im Gegensatz zu dem bisherigen Regenüberlauf werde bei Niederschlag in dem neuen Regenüberlaufbecken das zufließende Abwasser nun vor der Weiterleitung zur Kläranlage zwischengespeichert, maximal 260 m³ fasse das Becken.

 

Bild:

Vorstand Jörg Zimmermann und Projektleiterin Anne Theobald zeigen sich mit der Fassadengestaltung durch den Graffiti-Künstler Daniel Ferino sichtlich zufrieden.